Die Wissenschaft zur vegetarische Ernährung --- Position
der American Dietetic Association (ADA) --- Claus
Leitzmann-Andreas Hahn, Vegetarische Ernährung –
Die Wissenschaft zur veganen Ernährung
– Fachbücher
zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung – Vegan-vegetarische Ernährung
und Arthritis
Ernährung und Krebs
Eine Zusammenfassung des
Berichts des World Cancer Research Fund (1997) – Neue Studie: Wer
viel Fleisch isst, bekommt eher Krebs (2007)
Was gibt es Gutes ? Was essen? Lebensmittel-Pyramiden
Die ADA (American Dietetic Association), eine US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten,, Diätberatern etc.) mit rund 70000 Mitgliedern, gegründet 1917, hat in der Juni 2003 - Ausgabe ihrer Zeitschrift JADA ihr neues Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht. Die Aussagen der ADA gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend.(siehe : www.eatright.org). Im Positionspapier ("Position of the ADA and Dietitians of Canada: Vegetarian diets", voller Text in Englisch: http://envirolink.org./arrs/ADA.html) heißt es:
Die ADA und die Ernährungswissenschaftler von Kanada, sind der Auffassung, daß eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt.
Ungefähr 2,5% der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten und 4% der Erwachsenen in Kanada sind - wird weiter ausgeführt - Vegetarier. Eine vegetarische Ernährung werde dadurch definiert, daß sie kein Fleisch, keinen Fisch oder kein Geflügel enthält. Das Interesse am Vegetarismus scheine zu wachsen; viele Restaurants und Bildungsstätten böten vegetarische Mahlzeiten routinemässig an. Der Umsatz an Nahrungsmitteln, die Vegetarier ansprechen, wachse erheblich.
Im Positionspapier werden die aktuellen wissenschaftlichen Daten bezüglich der wichtigsten Nährstoffe für Vegetarier, einschliesslich Protein, Eisen, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren und Jod untersucht. Die ADA kommt zum Schluß, die vegetarische wie auch die vegane Ernährung erfülle die gegenwärtigen Empfehlungen für all diese Nährstoffe. In einigen Fällen könne der Verzehr von angereicherten Nahrungsmitteln oder Ernährungszusätzen zum Erreichen der jeweiligen Empfehlungen für einzelne Nährstoffe nützlich sein.
Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise seien für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische Ernährungsweisen bieten laut ADA eine Reihe von Ernährungsvorteilen, einschliesslich niedrigerer Werte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Eiweiss und höhere Niveaus an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Vitamin C und E und Phytochemikalien. (4/2004)
"Es wird immer wieder gefragt, ob es auch ohne Fleisch möglich
ist, dem Körper alle Nährstoffe zu bie,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,ten,
die er braucht. Gegner der vegetarischen Ernährung meinen, Fleisch sei <ein
Stück
Lebenskraft>,
auf das nicht verzichtet werden kann. Das stimmt so nicht.
Eine
abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Kost liefert dem Körper
alle Nährstoffe, die er zum Leben braucht, in optimaler Menge. Doch damit
nicht genug! Vegetarier sind sogar besser mit gesundheitsfördernden Stoffen
versorgt als die meisten Fleisc,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,hesser."
schreiben die Ernährungwissenschaftler
em. Univ.Prof. Dr.
Claus Leitzmann und Hochschuldozent Dr .Andreas Hahn in
Vegetarische Ernähr,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,ung -
Gesund und bewußt essen (Trias (ThiemeVerlag) Stuttgart 1998, , 239
Seiten mit zahlreichen Abbildungen., 218 öS, ISBN 3-89373-426-0)
und
erinnern u.a. an die Ballaststoffe in pflanzlichen Lebensmitteln und den Gehalt
an Vitaminen in Vollkornprodukten , frischem Obst und Gemüse. (Wie hier
angedeutet, bezieht sich die positive Aussage auf vegetarische Vollwertkost,
nicht auf sogenannte Pudding-Vegetarier). Univ.Prof.Leitzmann (*1933) lehrte
viele Jahre am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität
Gießen; er ist auf dem Gebiet der Vollwert-Ernährung der führende
Experte in Deutschland. Dozent Dr.oec.troph.Hahn (*1962) lehrt Ernährungsphysiologie
und Humanernährung am Institut für Lebensmittelwissenschaft der
Universität Hannover. Das zitierte Buch ist eine nach dem derzeitigen
Stand der Ernährungswissenschaft für den Laien geschriebene leicht faßliche
Information über alle Aspekte des Vegetarismus und die vegetarischen
Lebensweisen, zugleich eine Anleitung für die Umstellung auf fleischlose
Kost, und enthält dazu zahlreiche Rezepte aus der Vollwertküche. (Über
den Standpunkt der Autoren zurveganen Ernährung siehe weiter unten
dieses Stichwort).
Das wissenschaftliche Standardwerk zur vegetarischen
Ernährung in deutscher Sprache:
Claus Leitzmann - Markus Keller
Vegetarische
Ernährung, 3. aktualisierte Auflage 2013
Eugen Ulmer VerlagStuttgart UTB 1868, 380 Seiten, 62 Abbildungen, 74 Tabellen,
brosch, ca.23 €
Fachbücher zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung (siehe weter unten):
Die Wissenschaft zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung
ÄWährend die moderne Ernährungslehre (Ovo)Lakto-Vegetarismus
positiv sieht, gibt es bezüglich des Veganismus neben uneingeschränkt
positiven Stimmen (siehe Neal Barnard, Iss dich fit , Neal Walsh, Plant
Based Nutrition and Health und
Gill Langley, Vegane Ernährung, weiter
unten,
auch
skeptischere (siehe weiter unten: (Leitzmann/Hahn, Vegetarische Ernährung
- Gesund und bewußt essen)). Wir stellen beide vor:
Vor 40 Jahren prophezeiten die Ärzte Lakto-Ovo-Vegetariern (kein
Fleisch, doch Milch und Ei) Krankheit und Tod wegen Mangelernährung.
Inzwischen ist diese Kostform von der Schulmedizin längst anerkannt. Noch
vor 10 Jahren dozierte ein Universitätsprofessor den angehenden Medizinern,
Veganer(weder Fleisch noch Milch/Ei, nur pflanzliche Nahrung) müßten
nach wenigen Jahren sterben. Darauf stand einer seiner Studenten auf: "Herr
Professor, Sie sprechen mit einer Leiche, ich bin seit Kindheit Veganer".
Seither formuliert der Professor vorsichtiger. Der amerikanische Arzt und Ernährungsfachmann
Neal Barnard, Vorsitzender der 3.000 Mitglieder zählenden ärztlichen
Berufsvereinigung "Physicians Commitee for Responsible Medicin", plädiert
dagegen der Gesundheit zuliebe, unter Anführung zahlreicher
wissenschaftlicher Untersuchungen, in seinem 1995 geschriebenen Buch "Eat
Right, Live Longer", jetzt auch deutsch unter dem Titel "Iss Dich Fit",
für rein pflanzliche Ernährung:
Neal Barnard: Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft der Ernährung
rororo-TB 1998 318 Seiten, 123 öS (leider vergriffen)
Barnard: Die in diesem
Buch beschriebenen gesundheitlichen Vorteile ergeben sich ausschließlich
aus pflanzlicher Ernährung. Ich empfehle nachdrücklich, auf
Milchprodukte und Fleisch völlig zu verzichten. Sie enthalten so viele
Bestandteile, die Angriffe freier Radikale und anderer Chemikalien begünstigen
und zum Arterienverfall, Hormonverschiebungen, Knochenschwund und Übergewicht
beitragen, daß es keinen Anlaß gibt, sie überhaupt zu
verzehren.
Die 4 Grundpfeiler einer gesunden Ernährung:
Gemüse Hülsenfrüchte Vollkornprodukte
Obst
Eine grobe Richtschnur (Näheres im Buch): auf den Teller bis zur
Hälfte Gemüse, ¼ Hülsenfrüchte, ¼
Getreideprodukte.
Während der deutsche Ernährungsfachmann Univ.-Prof. Dr. Claus
Leitzmann meint ((Leitzmann/Hahn Vegetarische Ernährung: Gesund und
bewußt essen Trias 1998, 218 öS, leider vergriffen)
, eine rein pflanzliche, vegane Kost stelle hohe Anforderungen an das Ernährungswissen,
es sei nicht immer gesichert, daß alle Nährstoffe auch tatsächlich
in ausreichender Menge zugeführt werden, insbes. in Zeiten erhöhten
Ernährungsbedarfs (wie Schwangerschaft, Stillzeit , Säuglings- und
Kleinkinderalter), sagt Barnard: Vegetarische (gemeint hier vegane) Ernährung
enthält auch ohne genaue Planung reichlich Protein, vorausgesetzt sie ist
vielseitig. Die alte Vorstellung, man müsse verschiedene Lebensmittel
sorgfältig kombinieren, um die Proteinversorgung sicherzustellen, wurde
von
den Ernährungswissenschaftlern verworfen, denn es stellte sich heraus, daß
vielseitige pflanzliche Ernährung mehr als genug Protein enthält...
Grünes
Gemüse und Hülsenfrüchte decken auch ohne weiteres den
Calciumbedarf des Organismus.
Achtung, auch Barnard betont: ausreichende
Vitamin B12-Zufuhr durch Vitamin-Präparate ist für Veganer nötig.
aus anima - Zeitschrift für Tierrechte, Nr.1/99
Weitere Bücher zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung:
In englisch:
Stephen Walsh PhD
Plant Based Nutrition and Health
Taschenbuch, ca.15 – 20 Euro
2003 erschienen, spannend geschrieben, ist es das neueste wissenschaftlich
fundierte Standardwerk zur veganen Ernährung. Es behandelt u.a. die Themenbereiche
Vitamin B12 mit Homocystein, Cholesterin, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminergänzungen,
Osteoporose, Zivilisationskrankheiten.
Gill Langley
Vegane Ernährung
Echo Verlag Göttingen 1999, 240 Seiten, ca.11 Euro(D). ein etwas älteres,
umfassendes Werk zur veganen Ernährung
Demgegenüber Leitzmann/Hahn in Vegetarische Ernährung
- Gesund und bewußt essen:
(Anm. (4-2004): siehe aber auch oben das Positionspaier der ADA)
Die rein pflanzliche, vegane Ernährungsform stellt hohe
Anforderungen an das Ernährungswissen. Es ist nicht immer gesichert, daß
alle Nährstoffe auch tatsächlich in ausreichender Menge zugeführt
werden. Das gilt inbesondere für Zeiten eines erhöhten Nährstoffbedarfs
(Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglings- und Kleinkindalter.
Doch wie
gut oder schlecht eine Kostform wirklich ist, bestimmt letztlich jeder selbst.
Es kommt auf die richtige Zusammenstellung der Nahrung an!.
Es ist also auch wissenschaftlich gesehen, durchaus möglich sich bei ausreichender Sorgfalt auch vegan gesund zu ernähren. Näheres bei Leitzmann/Hahn und in anderen einschlägigen Werken (Siehe Stichwort Literatur).
Dazu eine Anmerkung:
Viele Jahrzehnte lang stand die Schulwissenschaft
auf dem Standpunkt, (auch lakto-ovo-)vegetarische Ernährung sei
gesundheitsgefährlich, dies trotz zahlloser Gegenbeweise in Form gesunder,
langlebiger Vegetarier. Heute ist auch schulmedizinisch anerkannt, daß
(lakto)vegetarische Vollwerternährung nicht nur ausreichend sondern im
Gegenteil gegenüber landläufiger Ernährung sogar gesundheitsfördernd
ist. Die medizinische Wisenschaft erinnert in manchen Punkten an die
Wettervorhersager im Fernsehen, die fröhlich Sonnenschein verkünden,
um am nächsten Tag ohne den geringsten Anflug von Schamesröte das
statt dessen eingetretene Regenwetter zu erklären. Übertriebene Gläubigkeit
mag also gerade gegenüber einer Wissenschaftsdisziplin, bei der noch
einiges im Fluß ist, nicht immer angebracht sein. Dennoch, auch wenn sich
die Schulmedizin seinerzeit mit der Vegetarismus-Ablehnung blamiert hat und
zahlreiche Veganer, ohne sich viel um Ernährungslehren zu kümmern,
pumperlgesund herumlaufen, sollten sich Veganer mit ernährungswissenschaftlichen
Bedenken auseinandersetzen.
Für problematisch wird nicht die
Proteinzufuhr erachtet. Eine ausreichende Eiweißversorgung kann leicht
durch entsprechende vielseitige Lebensmittelkombination erreicht werden (grob
gesagt Hülsenfrüchte + Getreide); zum Beispiel nennenLeitzmann/Hahn:
Hülsenfrüchte + Getreide + Gemüse; Hülsenfrüchte +
Samen oder Nüsse + Gemüse; Getreide + Samen oder Nüsse + Obst (im
einzelnen siehe dort).
Unzureichend kann (unter den gehobenen europäischen
hygienischen Verhältnissen) die Kobalamin (=Vitamin B12
-Versorgung sein. Normalköstler und Lakto-Vegetarier nehmen das Vitamin in
der Regel in mehr als ausreichendem Maß aus Fleisch und Milch auf.
Pflanzen enthalten jedoch, von allfälligen bakteriellen Verunreinigungen
abgesehen, regelmäßig kein Vit.B12. Eine
gewisse Menge an Vit.B12 könne milchsauer
vergorenes Sauerkraut liefern. Bei verschiedenen als Vit.B12
-reich angepriesenen pflanzlichen Produkten, Algen, Pilzen, sei - so
Leitzmann/Hahn - zu beachten, daß sie häufig nur inaktive unwirksame
Formen des Vitamins enthielten. Auch der Gehalt in Hefen sei vernachlässigbar.
Besondere Vorsicht ist am Platz. Normalköstler besitzen meist einen
jahrelang reichenden Speicher an Kobalamin, es kann also lange dauern, bis es zu
Mängeln kommt. Sichtbare Mangelerscheinungen wie Blutarmut können
durch die gerade bei Veganern meist überdurchschnittliche Folsäure-Zufuhr
verdeckt werden und erst hervorkommen, wenn irreversible (insbes.Nerven-)Schäden
eingetreten sind. Veganer sollten daher die Supplementierung durch Vit.B12- angereicherte Lebensmittel oder ein Vitaminpräparat überlegen,
bzw. periodisch den Vitamin B12-Blutwert erheben lassen
(mit einer Bestimungsmethode, die inaktive B12-Analoga
ausschließt).
Für schwangere und stillende Frauen, und insbesondere Säuglinge
und Kleinkinder sei - so Leitzmann/Hahn -eine vegane Kost problematisch und
daher abzuraten.12/1999
Vegan-vegetarische Ernährung und Arthritis
Auf Menschen, die an rheumatoider Arthritis leiden, könnte sich eine vegane
Ernährungsweise lindernd auswirken, lautet das Ergebnis einer neuen, von
der Europäischen Kommission finanzierten Forschung. Bei Menschen, die
an dieser Krankheit leiden, reduziert eine glutenfreie Veganer-Diät die
Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen. Diese Wirkung wurde bei
einer Gruppe von Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachtet, die sich
ein Jahr lang an diese Ernährungsweise hielten. Bei ihnen wurde eine Senkung
des LDL (low density lipoprotein) und der oxidierten LDL-Werte sowie ein Anstieg
der natürlichen pro-tektiven Phosphorylcholin-Antikörper (anti-PC)
festgestellt.
Rheumatoide Arthritis verursacht chronische Gelenkentzündung. Sie ist
auch mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
und Herzkreislauferkrankungen verbunden. Obwohl die Verbindung zwischen Arthritis
und diesen Risiken noch nicht ganz klar ist, glauben die Forscher, dass das
gestörte Gleichgewicht der Blutfette bei Arthritispatienten eine Erklärung
bereit halten könnte.
w .evana.org/index.php?id=32611 &lang= de, anima2-2008
aus EVU News, Nr. 4 /1997
Der erste weltweite Bericht über Ernährung und Krebs, der im September 1997 vom World Cancer Research Fund (Welt-Krebsforschungsfonds) zusammen mit dem American Institute for Cancer Research (Amerikanisches Krebsforschungsinstitut) veröffentlicht wurde, ist ein beeindruckendes Dokument. Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global perspective (Nahrung, Ernährung und Krebsverhinderung: Ein globaler Überblick) ist ein 650 Seiten langer Bericht, verfaßt von 15 Wissenschaftlern aus 9 Ländern, die von mehr als 100 Mitarbeiter unterstützt wurden, und die über 4.000 Studien über Ernährung und Krebs ausgewertet haben.
Laut Bericht könnte das Auftreten von Krebs weltweit um schätzungsweise 30 bis 40 Prozent verringert werden. Dies entspräche 3 bis 4 Millionen Fällen pro Jahr. Berücksichtigt man außerdem die Wirkung des Rauchens, wären 60 bis 70 Prozent aller Krebsfälle verhinderbar..
Der größte Teil des Berichts besteht aus einer Wertung der Verbindung zwischen vielen Nahrungsmitteln und Getränken, Nährstoffen, Verarbeitungs- und Lagermethoden, Körpergröße und körperlicher Aktivität und 18 weit verbreiteten Krebsarten. Bei krebserregenden bzw. krebsverhindernden Faktoren wird die Verbindung als "überzeugend", "wahrscheinlich" bzw. "möglich" gewertet. Allgemein verringern pflanzliche Nahrungsmittel das Krebsrisiko. Beispielsweise verringert Gemüse das Krebsrisiko in den Bereichen Mund, Rachen, Speiseröhre, Lunge, Magen, Dickdarm und Mastdarm (überzeugend), Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse, Brust und Blase (wahrscheinlich), Leber, Eierstöcken, Gebärmutterschleimhaut und -hals, Prostata, Schilddrüse und Niere (möglich). Obst hat eine ähnliche Wirkung. Es verringert das Krebsrisiko in Mund- und Rachenraum, Speiseröhre, Lunge und Magen (überzeugend), Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse, Brust und Blase (wahrscheinlich) sowie Eierstöcke, Gebärmutterschleimhaut und -hals und Schilddrüse (möglich). Alkohol, Fleisch, Fett und Fettleibigkeit dagegen erhöhen das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Vermutlich erhöht der Fleischverzehr beispielsweise das Risiko, an Dick- oder Mastdarmkrebs zu erkranken und erhöht möglicherweise das Risiko für Bauchspeicheldrüsen-, Brust-, Prostata- und Nierenkrebs. An Vegetariern durchgeführte Studien haben gezeigt, daß sie allgemein geringer an Krebs erkranken und ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten haben. Dabei sind bereits die Auswirkungen anderer Faktoren wie z.B. Rauchen und körperliche Aktivität berücksichtigt. Dieses verringerte Krebsrisiko liegt nicht nur daran, daß Vegetarier kein Fleisch verzehren, sondern auch daran, daß sie mehr und eine größere Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln verzehren, die viele krebshemmende Stoffe enthalten.
Die Wissenschaftler geben dem Einzelnen wie auch Politikern insgesamt
14 Ernährungsempfehlungen.
So wird u.a. folgendes geraten:
-- Ernähren Sie sich vorrangig von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Verzehren Sie dabei eine große Vielfalt an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und möglichst gering verarbeitete stärkehaltige Grundnahrungsmitteln (Empfehlung Nr. 1)
-- Achten Sie auf ein vernünftiges Körpergewicht (der sogenannte BMI, bei dem das relative Gewicht ermittelt wird, indem man sein Gewicht in kg durch die Körpergröße in Metern im Quadrat dividiert, sollte zwischen 18,5 und 25 kg/m2 liegen) (Empfehlung Nr. 2)
-- Bewegen Sie sich täglich eine Stunde lang (schneller Spaziergang o.ä.) und treiben Sie mindestens eine Stunde pro Woche intensiv Sport wenn Ihre Tätigkeit nur wenig körperliche Arbeit erfordert (Empfehlung Nr. 3)
-- Verzehren Sie das ganze Jahr über täglich 400-800 Gramm bzw. mindestens fünf Portionen verschiedener Gemüse und Obstsorten. (Empfehlung Nr. 4)
-- Verzehren Sie täglich 600-800 Gramm bzw. über sieben Portionen verschiedener Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Wurzeln, Knollengewächse und Bananen. Bevorzugen Sie dabei möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Schränken Sie Ihren Verzehr an raffiniertem Zucker ein (Empfehlung Nr. 5)
-- Beschränken Sie ihren Alkoholkonsum auf weniger als zwei alkoholische Getränke pro Tag (Männer) bzw. ein alkoholisches Getränk pro Tag (Frauen) oder trinken Sie keinen Alkohol. (Empfehlung Nr. 6)
-- Beschränken Sie Ihren Konsum an rotem Fleisch auf weniger als 80 Gramm pro Tag oder essen Sie kein rotes Fleisch. (Empfehlung Nr. 7)
-- Schränken Sie Ihren Konsum an fetthaltigen Speisen, insbesondere an tierischen Fetten ein. (Empfehlung Nr. 8)
-- Schränken Sie Ihren Konsum an salzigen Nahrungsmitteln und die Verwendung von Koch- und Tafelsalz ein (Empfehlung Nr. 9)
Weitere Empfehlungen beziehen sich auf das Lagern und Konservieren von Nahrungsmitteln (Empfehlungen Nr. 10 & 11), das Überwachen der Sicherheit von Nahrungsmittelzusätzen, Pestizidrückständen und anderen chemischen Schadstoffen in der Nahrung (Empfehlung Nr. 12), das Vermeiden verbrannter Lebensmittel (Empfehlung Nr. 13) und die Verwendung von Nahrungsergänzungspräparaten, die als "vermutlich unnötig und möglicherweise nicht hilfreich bei der Verringerung des Krebsrisikos" (Empfehlung Nr. 14) eingestuft werden. Außerdem wird empfohlen, weder zu rauchen noch Tabak zu kauen.
Der Bericht ist sicher kein vegetarisches Manifest, sagt jedoch eindeutig aus, daß eine pflanzliche Ernährung am besten vor Krebs schützt. Die Verbindung vegetarischer oder veganer fettarmer Ernährung in Verbindung mit körperlicher Betätigung, dem Erhalt eines normalen Körpergewichts und der Vermeidung von Tabak stimmt vollkommen mit den Empfehlungen dieser wichtigen Veröffentlichung überein.
Paul Appleby, Oxford Vegetarians, c/o 57 Sharland Close, Grove, Wantage
OX12 OAF, UK,
Tel: +44 1865 450793, email:
appleby@icrf.icnet.uk
You can order a copy of 'Food , Nutricion and the Prevention of Cancer: A Global Perspective' at the special discount rate of $35 (including shipping and handling) at: American Institute for Cancer Research, 1759 RStreet NW, Po Box 97167, Washington DC 20090-7167, USA
Neue Studie: „Wer viel Fleisch isst, bekommt eher Krebs“
Studie mit 500.000 Teilnehmern bestätigt Ernährungseinfluß auf
die Krebshäufigkeit
Eine große prospektive Kohortenstudie hat den Einfluß der Ernährung
auf die Krebsentstehung bestätigt. Je mehr rotes Fleisch verzehrt wurde,
desto höher war die Krebsrate. Das Krebsrisiko steigt je nach Organ um
20 bis 60 Prozent. Daten von etwa einer halben Million US-Amerikanern wurden
in der Studie ausgewertet (PloS Medicine 4, 2007, e325.) Die Teilnehmer waren
zu Beginn 50 bis 71 Jahre alt. Innerhalb von acht Jahren bekamen fast 54.000
von ihnen eine bösartige Tumorerkrankung. Aus den Daten errechneten Professor
Amanda Cross vom Nationalen Gesundheitsinstitut NIH und ihre Kollegen: Für
kolorektalen Krebs war das Risiko bei Genuß von rotem Fleisch um 24 Prozent
erhöht, für verarbeitetes Fleisch um 20 Prozent. Verglichen wurde
jeweils das Fünftel der Studienteilnehmer mit dem höchsten Fleischverzehr
mit dem Fünftel mit dem geringsten Konsum.
Außer für das Kolorektum war die Krebsrate bei hohem Fleischkonsum auch für die Lunge erhöht; bei rotem Fleisch um 20, bei verarbeitetem um 16 Prozent. Die Unterschiede bei Krebserkrankungen des Kolorektums und der Lunge waren hoch signifikant. Auch bei anderen Krebsarten – etwa des Pankreas und der Leber – war die Rate erhöht, und zwar um 43 und 60 Prozent. Personen im obersten Fünftel des Fleischkonsums verzehrten sechsmal soviel Fleisch wie die Teilnehmer im untersten Fünftel (10 g pro 1.000 kcal versus 63 g pro 1.000 kcal).
Gründe
für den Zusammenhang sind krebserregende Stoffe im Fleisch, etwa N-Nitroso-Verbindungen.
Ihre karzinogene Wirkung könnte darin bestehen, dass sie die Zellteilung
ankurbeln, die DNA-Synthese erhöhen oder auch Schäden durch freie
Radikale fördern.
Quelle:www .aerztezeitung.de/medizin/krank- heiten/krebs/?sid=479562 und:
natürlich
vegetarisch 1-08
Was gibt es Gutes? Was essen? Lebensmittel-Pyramiden
Lebemmsmittel Pyramiden zeigen übersichtlich fie empfehlenswerte Nahrunszusammenstellung.
In den untersten Etagen die mengenmäig grundlegenden Lebensmittel, je höhe
die Etage umso sparsamer soll man die dort verzeichneten Lebensmiitel essen.
Eine der ersten vegetarischen Pyramiden stammt von Wissenschaflern
der kalifornischen Loma Linda Universität (Ca.1998):
Basis: 2/3 Voollkornprodukte, 1/3 Hülsenfrüchte – 2. Etage: Obst und Gemüse
– 3. und 4. schmale Etagen ; Nüsse und Samen – Pflanzenöle – 5. Milchprodukte
und Eier – Spitze: Süssigleiten.
Ein modifiziertes Modell stellen Leitzmann/Keller in Vegetarische
Ernährung 2013 vor:
1, unten; Wasser und andere alkoholfreie Getränke)
2. Gemüse (inklusive unerhitzer Frischkost und Säfte), sowie Obst (inkl. Trockenfrüchten
und Säften)
3, Vollkornprodukte und Erdäpfel
4.Hülsenfrüchte, Sojaprodukte und weitere Proteinquellen
5. Pflanzliche Öle und Fette
6. Milchprodukte und Eier
7.Snacks, Alkohol, Süssigkeiten
Fleischimitate
–Wer nach Aussehen, Struktur und Geschmack Fleischähnliches mag - viele Vegetarier mögen es nicht - da gibt es z.B.
Seitan d.s. Gluten (Klebereiweiß, hergestellt indem man aus Weizen die Stärke auswäscht) Es ist proteinreich, cholesterin- und nahezu fettfrei, man kann es braten, kochen, fritieren, kalt (z.B. auf Brot) und warm verzehren, den Geschmack je nach Würze variieren. Viele Naturkostläden führen es als bereits eßfertige Spezialität. Es ist in Reformläden auch als Mehl zum Selbermachen erhältlich (z.B. Vegavita (Fertig-Mix aus Weizeneiweiß) von granoVita
und einige Soja-Fertigpr
7. odukte z.B. , Sojawürstchen, Bratlinge.
Aus Sojabohnen gibt es noch (inkl. Trockenfrüchte
Sojafleisch d.i. strukturiertes
Sojaeiweiß, erhältlich vorwiegend in Reformhäusern in
verschiedener Form: Granulat, Würfel, Schnitzel; Zubereitung in der Regel:
je nach Größe der Stücke eine Zeit lang einweichen (in Würzmischungen
, z.B Gemüsewürze, oder in Wasser und später würzen)
und/oder kochen, dann wie tierisches Fleisch weiter verwenden. Teilweise aufbereitet
z.B. Soja-Trockenmix "Veggy Star NUTRI SUN (veganes Faschiertes), erhältlich
im Versand
bei Nutri
Sun,
2601
Maria
Theresia,
www.nutrisun.at.
Tofu (aus gekochten Sojaabohnen mit Hilfe eines Gerinnungsmittels
erzeugt), schnittfest, fast geschmacksneutral, daher sowohl für fleischähnliche
Zubereitung (z.B. braten) als auch für Süßspeisen verwendbar.
Tempeh (durch Pilz fermentierte Sojabohnen), ebenfalls zum Braten, Kochen,
Dünsten
etc.
Soja Joghurt (mit Joghurtkulturen fermentierte Sojabasis,
z.B. feel good -Biosoja und Joya Sojagurt, in größeren Billa- und Spar-Filialen
erhältlich).
Weitere
Artikel siehe "Einkaufsführer"
Praktische Kochvorführungen im Internet. u.a. http://www.vegetarisches-kochstudio.de
Vegetarische Kochbücher , ob lakto/ovo oder vegan gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, hier nur einige: in Arbeit
siehe auch pala-verlag, Darmstad. pala-verlag.de
14 Ernährungsratschläge:
siehe Wissenschaft -Stichwort: Ernährung und Krebs